ISC Münster zahlreich bei der Regenschlacht von Berlin vertreten
Am Freitag 24.09.2010 hieß es für einige Mitglieder des ISC Münster: „Berlin wir kommen!", da am Samstag das Saisonhighlight, der 37. real,- Berlin-Marathon stattfinden würde. Ein Termin der für viele Skater fest im Kalender eingetragen ist und für welchen schon seit Monaten hin trainiert wird.
Bei sprichwörtlichem „Münsteraner- Schietwetter" ging es los, doch je näher wir Berlin kamen, umso schöner wurde das Wetter. Die deutsche Hauptstadt präsentierte sich schließlich von ihrer schönsten Seite. Bei bestem T-Shirt-Wetter ging es zur Skate- und Laufmesse, die wiedermal im stillgelegten Flughafen Berlin-Tempelhof stattfand. Eine Messe mit ganz besonderem Flair, da dort nicht nur die Startunterlagen ausgegeben wurden, sondern inmitten des Rollfeldes zwischen den „Rosinenbombern" und den alten Flughafenanlagen hatte man auch die Gelegenheit die Skateneuheiten der kommenden Saison zu bewundern und sogar auf dem Rollfeld zu testen.
Um 20 Uhr gab es für einige Skater dann noch ein besonderes Schmankerl, nämlich die Skatenight Berlin. Auf dieser geht es quer durch die Stadt, vorbei an mancher Sehenswürdigkeit, die dem Einen oder der Anderen beim Marathon - in Anbetracht der hohen Geschwindigkeit, dem Rücken des Vordermannes oder auch der Bestzeit im Hinterkopf - nicht auffallen dürfte...
Am nächsten Morgen sollte sich das Skaterherz dann aber, in anbetracht der Wetterlage trüben. Je näher der Start rückte um so heftiger regnete es, so war bald für jeden klar: „Das wird ein Regenrennen!" und dass noch umgeschraubt werden musste, d.h. die Regenrollen mussten unter die Skates.
Um 16 Uhr fiel dann für die besten Damen – diejenigen die im Startblock A standen wie unter anderem für die Siegerin 2004, 2008, 2009 Cecilia Baena - dann endlich der Startschuss. Auch Katharina und Julia machten sich auf, die 42 km zu bestreiten. Zu dieser Zeit war es zumindest von oben trocken, dafür war die Strecke aber umso nasser. Auch während des Rennens sollte uns der Wettergott nicht wohlgesonnen sein, denn schon bald fing es wieder an heftigst zu regnen. Neben der eh schon nassen Strasse bildeten sich vereinzelt zentimeter-tiefe Pfützen. Daher war man auch froh endlich das Brandenburger Tor zu erblicken um kurz danach über die Ziellinie zu rollen. Total nass und durchgefroren wurden erstmal die Umkleidezelte aufgesucht, wo man sich in feuchtwarmem Klima aus den nassen Klamotten schälte und froh war was warmes und trockenes anziehen zu können. Was sonst immer nach einem bestrittenen Rennen ansteht, nämlich bei einem Erdinger zusammenstehen, Rennanalyse betreiben oder nur altbekannte Gesichter wieder treffen und sich gemeinsam über die gefahrenen Zeiten freuen musste ausfallen, da man einfach nur schnell ins Hotel unter die heiße Dusche wollte. Dies wurde aber abends auf der Marathonparty nachgeholt. In cooler Location wurde dann ausgiebig über das Rennen gesprochen, die Sieger wurden nochmals geehrt und die Styleskaters der Skateschule-NRW zeigten einige ihrer Tricks. Vor allem wurde dort aber gefeiert, getanzt und getrunken und so waren dann auch die Strapazen des Rennens ganz schnell vergessen.
Alles im allem ist der Berlinmarathon nur zu empfehlen. Durchgängig gute Stimmung und der Zieleinlauf am Brandenburgertor ist unbeschreiblich! Daher wird es auch im nächsten Jahr wieder für einige ISCler heißen: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!
Die Ergebnisse unserer Mitglieder im Einzelnen:
| Name |
AK |
Zeit |
Platz M/W |
Platz AK |
| Thomas Eckermann |
M40 |
1:30:17 |
160 |
61 |
| Lutz Müller |
M40 |
1:30:24 |
164 |
63 |
| Stefan Ling |
MAkt |
1:35:17 |
322 |
42 |
| Andreas Kuhlmann |
M30 |
1:36:28 |
385 |
87 |
| Birgit Kreimer-Essing |
W50 |
1:38:19 |
56 |
5 |
| Thorsten Langner |
M40 |
1:44:41 |
809 |
349 |
| Katharina Zeuner |
WAkt |
1:55:10 |
75 |
|
| Julia Kimmina |
WAkt |
1:55:11 |
76 |
|
Text by Julia Kimmina
|